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24. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sehnsucht

 

Unerreichbar weit weg und gleichzeitig ganz nah im Herzen regiert die Sehnsucht.

Hey heute ist wieder einer der verdammten tage
die ich kaum ertrage und mich ständig selber frage
warum mich all diese Gefühle plagen die ich nicht
kannte oder nur vom Hörensagen denn bisher
rannte Ich durch meine Welt und war der König
doch alles was mir gefällt ist mir jetzt zu wenig
alles was mich kickte von dem ich nie genug kriegte
lass ich lieber sein denn ich fühl mich allein
du fühlst dich nicht nur allein Mann du bist es
drum lass das Gejammer sein denn so ist es
nun mal auf dieser weit auch wenn es dir nicht gefällt
schaust du deinen eigenen film und bist dein eigener Held
ja Mann irgendwie hast du ja recht und trotzdem geht es mir schlecht
echt beschissen denn ich möchte mal wissen
welcher film auf dieser Welt einen Oskar erhält
in dem die weibliche Hauptrolle fehlt
denn sie ist weg.
(Auszug aus „Sie ist weg“ – Die Fantastischen Vier)

 

Judith, Maren, Clara

23. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Wenn man einem Engel hilft…

Wenn man einem Engel hilft…

Es war ein wunderschöner 23. Dezember-Tag. Es war der besondere Tag vor einem Weihnachten, an dem es passierte: ein Engel verirrte sich zu der Familie Engelhardt. Nun, es war ja ein Zufall, dass dieser Engel, ausgerechnet bei einer gleichnamigen Familie landete. Oder etwa nicht? Vielleicht war es gerade der Name, der den Engel dort landen ließ, um zu fragen, wo es denn zum Morgenstern gehe. Dort steht nämlich die große Weihnachts-, Geburtstags-, Gebet- und Sonstige-Wünsche-Fabrik. Dort landeten alle Wünsche, vom Puppenhaus, übers Rennauto, bis hin zu „Bitte lass Mau (unseren Kater) nicht sterben!“. Dort wurden von fleißigen Engeln die Wünsche sortiert, von „wichtig“ bis „nicht erfüllbar“. Und genau dieser noch junge Engel hatte sich verirrt. Er flog durch die, wie mit Zucker bestreuten, Baumwipfel und hielt Ausschau nach dem einzigen Tannenbaum in mitten der kahlen Laubbäume. Er flog und flog und entdeckte plötzlich ein kleines Haus, inmitten einer Lichtung. Ihr müsst wissen, Herr Hauser war Förster. Und er war schon so erschöpft, und das Haus sah so schön gemütlich aus, da konnte er nicht anders, als er sich in den Schnee plumpsen ließ, entstand der berühmte Schneeengel, reingedrückt in frischen Schnee. Das ist nämlich die Landung, von jungen Engeln. Die Menschen-Kinder haben das nachgemacht, aber das ist eine andere Geschichte. Wie er da so vor der Türe stand, und schnupperte –es roch gar köstlich nach Plätzchen- und überlegte, ob er klopfen sollte, hörte er von innen aufgeregte Kinderstimmen: „Mami! Mami! Bekommen wir einen Keks? Bitte!“ Eine weibliche, freundliche Stimme antwortete: „Nur einen! In einer Stunde gibt es Abendessen! Solange geht ihr aber nach draußen. Hier eure Mützen!“ Etwas zischte durch die Luft. (Ihr müsst wissen, Engel haben ein außerordentlich gutes Gehör, damit sie auch den leise gemurmeltesten Wunsch hören konnten. Das müssen sie, denn nicht alle kamen auf die Idee einen Brief an die Wunsch-Fabrik zu schreiben.) Die Tür flog auf –zum Glück nach innen- und zwei kleine Jungs stürzten hinaus. Sie glichen sich wie ein Ei dem anderen. Es waren Zwillinge. Eineiige sogar. Der Engel rettete sich mit einem Sprung zur Seite. Die Jungen blieben verdutzt stehen. „Wer bist du?“, krähte der Linke. Ruhig, gesittet und freundlich, wie es die Art eines Engels war, antwortete er: „Ich bin Raffaelo. Ein junger Engel. Ich habe mich verirrt. Könnt ihr mir helfen?“ Die Jungs schauten sich an. „Wohin willst du denn?“, fragte der Rechte. „Zur großen Weihnachts-, Geburtstags-, Gebet- und Sonstige-Wünsche-Fabrik. Aber zuerst muss ich die große Tanne finden. Helft ihr mir bitte?“, ruhig, mit schier unendlicher Geduld fragte Raffaelo auch das. „Okay. Dir scheint das sehr wichtig zu sein. Wie schnell musst denn da sein? Wir haben nur eine Stunde.“, willigte der Linke ein. Da öffnete der Rechte den Mund: „Wir haben nur noch 50 Minuten.“, und an Raffaelo gewandt, „Was ist eine große Weihnachts-, Geburtstags-, Gebet- und Sonstige-Wünsche-Fabrik?“ „Genau! Erklär uns das! Aber auf dem Weg.“, verlangte der Linke und ging ein paar Schritte voraus. Vor dem Schneeengel blieb er stehen. „Das warst du.“, stellte der  Rechte fest. Raffaelo fiel auf, dass sie immer abwechselnd sprachen. „Ja. So landen junge Engel. Wie heißt ihr eigentlich?“, fragte er beiläufig, aber interessiert. „Tim und Tom!“, quäkte Linke. „Ich bin Tim.“, stellte sich der Rechte im Laufen vor. Sie mussten sich beeilen, wenn sie noch vor dem Abendessen da sein wollten. Tom und Raffaelo liefen eilig hinterher. Wobei Raffelo keine Spuren hinterließ. Nur bei der Landung berührten Engel den Boden. Er schwebte immer einen Millimeter über dem Boden. Sie kamen schnell voran. Nach einiger Zeit sahen sie einen grünen Schimmer zwischen den Bäumen aufleuchten. Tim, Tom und Raffelo beschleunigten. Schnell standen sie vor einer riesigen Tanne. Als der Engel sie berührte stob Schnee auf. Er rief schnell noch seinen neuen, jungen Freunden zu: „Tschüs! Danke für eure Hilfe! Kommt morgen wieder hier her! Bitte!“ Und er verschwand. Die Zwillinge winkten. Dann liefen sie zurück.

Als sie am nächsten Tag aufwachten, liefen sie runter und in die Küche, wo es schon festlich geschmückt war. „Es gibt erst heut Abend Geschenke!“, mahnte die Mutter. „Mami… Dürfen wir noch eine Stunde draußen spielen?“, fragte Tom, und zwinkerte Tim zu. „Oh ja! Bitte!“ „Na gut.“ „JA!“ Beide sprangen auf, zogen sich die Winterkleidung an und liefen zu dem Baum. Was sie dort sahen, war unbeschreiblich: Der Baum hing voller Kugeln und Nüssen, Süßigkeiten und kleinen Tabletts mit Vogelfutter, unten drunter lagen Heu und Möhren, Äpfel und Körner, so konnten auch die kleinsten Tiere essen, die Hirsche und Rehe es sich schmecken lassen. Die Zwillinge entdeckten zwei Geschenke an den unteren Ästen mit den jeweiligen Namen der beiden. Aber das beste war noch, das ganz viele Tiere da waren, Eichhörnchen, Rehe, Hirsche, alle möglichen Vogelarten, Schneehasen, sogar ein Fuchs kam angetrabt! Aber er zerfleischte kein Tier, er probierte sogar Möhren, die er sofort wieder ausspuckte! Die beiden Kinder fühlten sich, als wären sie Aliens, aber die Tiere liefen nicht wie gewöhnlich weg, sonder aßen weiter, als sie sich die Geschenke vom Baum nahmen. Vorsichtig wickelten sie die Päckchen aus. „Hey, was hast du?“, wisperte Tim Tom zu. „Ich hab Schlittschuhe und eine Karte von Raffaelo. Soll ich vorlesen?“, antwortete Tom leise. „Ich auch! Lies mal vor. Vielleicht steht da das gleiche drauf.“ „Also: Liebe Zwillinge,  seht ihr, was die Fabrik bewirken kann? Ich wusste, dass ihr Schlittschuh laufen lernen wolltet. Und das ihr immer mal einen Fuchs sehen wolltet. Ich wette er ist grad angetrabt. Schön nicht? Jetzt sind eure Wünsche erfüllt, aber noch viele andere warten. Kommt jedes Jahr hierher. Passt auf diesen Baum auf. Er ist was Besonderes. Und nächstes komme ich wieder. Danke für eure Hilfe, Rafaelo. Hast du das auch?“ „Ja.“, antwortet Tim. „Komm, lass uns unsere Schlittschuhe ausprobieren!“ Lachend liefen sie davon. Den Baum im Hinterkopf, die Sehnsucht auf nächstes Jahr im Unterbewusstsein.


Von Muriel, 6b, Marienschule Münster

22. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Zugvögel

Adventure:

„I want so much more than this provincial life, I want adventure in the great wide somewhere, I want it more than I can tell.

And for one it might be grand to have someone understand. I want so much more than they’ve got planned.”  – Belle

Sehnsucht nach Welt, die Welt zu sehen, das great wide somewhere. Die Möglichkeit zu haben dort hin zu kommen, wo man gerade hin will         – wie Zugvögel.

von Tabea (9a)

21. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Bevor der Advent zu Ende ist: Ein herzlicher Dank…

…sei allen beteiligten Schülerinnen der Marienschule Münster gesagt, die für einen Tag die „Sehnsuchts-Patenschaft“ übernommen haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass mit euren täglichen Impulsen sehr viel Nachdenklichkeit ausgelöst wurde – und vermute viel Zustimmung bei der Leserschaft unseres gemeinsamen Blog-Projektes. Für die Jugendkirche und für alle LeserInnen waren und sind eure Beitrage eine großartige Bereicherung. Euch allen sei mein herzlicher Dank gesagt.

Besonders danke ich den drei Bloggerinnen, die im Hintergrund an der Technik feilten, die Beiträge online stellten und die Kommentare moderierten. Dass das viel Klein-Arbeit ist, kenne ich aus eigener Erfahrung. Erst duch euch wurden die nachdenkenswerten Beitrage eurer Mitschülerinnen auch tatsächlich lesenswert.

Ich wünsche euch allen, euren Begleiterinnen Frau Bolle-Severin und Frau Eggersmann-Brüning sowie Herrn Fischedick  und allen Schülerinnen in der Marienschule im Namen der Jugendkirche erholsame Ferientage, gesegnete Feiertage und alles Gute für das neue Jahr 2011.

Marius Stelzer,

Pastoralreferent in der Jugendkirche effata!

(Foto: M. Stelzer, (c) VG Bild-Kunst 2010)
21. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sehnsucht

Sehnsucht („sensuht“, als „krankheit des schmerzlichen verlangens“) ist ein inniges Verlangen nach einer Person oder Sache, die man liebt oder begehrt. Sie ist mit dem schmerzhaften Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.

 

 

Sehnsucht nach..

  • Gott

  • Liebe

  • Geborgenheit

  • Glück

  • Familie

  • Freunde

  • Einem bestimmten Ort

 

 

Die Sucht als Krankkeit

  • Alkoholismus

  • Tabaksucht

  • Heroinsucht

  • Kokainsucht

  • Medikamentensucht

  • Arbeitssucht

  • Ess-und Brechsucht

  • Magersucht

 

von Jessica (11)

20. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Die Sehnsucht

Es gibt eine Sehnsucht nach Irgendwo. Es gibt ein heißes Sehnen, ein tiefes Verlangen, das sich in der tiefsten Tiefe der menschlichen Brust befindet: im Herzen. Dort äußert es sich dann und wann.

Diese Sehnsucht ist jenseits von Worten, ist jenseits von Taten. Sie ist das höchste Gefühl einer empfindenden Seele. Selbst in Momenten tiefster Verzweiflung kann es geschehen, dass eine innere Ruhe eintritt. Für den klar umrissenen Moment gibt es dann ein ungeheures Gefühl der Stärke, des Trostes. Es ist, als ob die Sehnsucht für einen Moment gestillt würde, auf den Körper, auf den ganzen Geist übergreift und inmitten des Chaos eine Oase der Ruhe, der Zufriedenheit einkehrt. Der Frieden kehrt ein und vertreibt die Sorgen, vertreibt die Unrast.

Sehr oft geschieht es auch in normalen Situationen. Es genügt ein Sonnenuntergang, ein Blick von des Berges Höhe, ein Spaziergang in der freien Natur, die rauschende Stille des abendlichen Meeres. Diese Episoden werden mit einem Mal aus dem gleichförmigen Kontext des Alltags herausgehoben und gefühlsmäßig enorm aufgeladen. Es findet eine Transformierung statt, bei der dann dieses innere Gefühl auf die äußere Situation zurückkehrt und einwirkt.

Es findet also eine innere Berührung statt. Diese Berührung kann wie ein Schock wirken und die betreffende Person wachrütteln. Meist jedoch wirkt diese innere Berührung seelentröstend und bettet das Bewusstsein desjenigen Menschen ein in ein übergeordnetes Ganzes. Das Bewusstsein fühlt sich dann endlich geborgen, fühlt sich sicher und befindet sich in einem harmonischen Grundgefühl und weiß dann, dass es ein Teil eines übergeordneten Ganzen ist.

Leider dauern diese Momente immer nur sehr kurz an. Die Welt fordert ihren Tribut und dringt mit aller Urgewalt in das Bewusstsein desjenigen ein. Und doch bleiben diese berührenden Gefühle, die das Äußere mit dem Inneren verbinden, als Oasen der Zufriedenheit zurück. Niemand kann sie einem nehmen. In diesen Momenten weiß man, dass die Sehnsucht real ist und ein Ziel hat. Man kann es jedoch noch nicht artikulieren. In den weiteren Lebensepochen sollte man dieses Gefühl nicht aus den Augen verlieren. Die Gefahr besteht, dass es im allgemeinen Welttrubel untergeht.

– Michael N. –

 

 

von Anna (Jgst. 12), Jasmin (Jgst. 12) und Karoline (Jgst. 12)

19. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sehnsucht ist…

die Verbindung aller Nationalitäten

tief in einem drin – wie eine U-Bahn-Station

jedem selbst überlassen: jeder kann selbst entscheiden, wie weit er sich darauf einlässt

Hoffnung und Trauer

in der Vergangenheit, wie in der Zukunft

eine Verbündung oder Distanz

ein nicht greifbares Gefühl

etwas, das man sich wünscht, aber nicht besitzt

immer da, manchmal stärker, manchmal schwächer

Auch Jesus kann ein Teil unserer Sehnsucht sein. Er erfüllt mit dem Weihnachtsfest – seiner Geburt – die Sehnsucht der Menschen. Er ist der Erlöser für die, die sehnsüchtig auf ihn gewartet und die Hoffnung nicht aufgegeben haben.

von  Michelle (Jgst. 12), Sara  (Jgst. 12) und Kerstin (Jgst. 12)

 

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