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18. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Die Antike an den nordischen Wanderer

Über Ströme hast du gesetzt und Meere durchschwommen,

Über der Alpen Gebirg trug dich der schwindlichte Steg, Mich in der Nähe zu schaun und meine Schöne zu preisen,

die der begeisterte Ruf rühmt durch die staunende Welt;Und nun stehst du vor mir, du darfst mich Heilge berühren,

Aber bist du mir jetzt nähe, und bin ich es dir?

F. Schiller

 

 

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17. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sehnsucht kann viel sein

Sehnsucht kann viel sein.

 

Sehnsucht nach… Nähe.

Sehnsucht nach… Zuneigung.

Sehnsucht nach… Geborgenheit.

Sehnsucht nach… Zärtlichkeit.

Sehnsucht nach… Verständnis.

Sehnsucht nach… Vertrauen.

Sehnsucht nach… Liebe.

 

Sehnsucht ist vielfältig.

 

von Franziska (Jgst. 12)

16. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sucht

Die Sucht nach etwas, was man nicht sieht.

Wenn man etwas, egal wie oft, bei sich hat, es nie missen möchte. Und es jederzeit schätzt. Ob diese Sucht gerade befriedigt wird, oder nicht. Eine Sehnsucht ist ein Zeichen dafür, dass man etwas gerne hat und gelegentlich braucht, um mit sich selbst im Klaren zu sein.

6 von 10 Leuten sagen, dass Sehnsucht das gleiche wie vermissen ist.

S E H N S U C H T

Die Sucht nach etwas, was man nicht sieht.

Die Sehnsucht nach meinen Mädchen.

Die mir helfen, wo sie können, und mich zum Lachen bringen, mit Gesichtsausdrücken, Insidern, oder ganz einfachen Witzen. Allein schon 6 Stunden mit ihnen am Telefon zu hängen, rumzulaufen, rumzusitzen, rumzualbern. So viele Erinnerungen, die ich mit ihnen habe, sie sind einfach die Allergrößten. Stellt euch vor, ihr müsstet ohne Familie leben – so würde ich mich ohne sie fühlen.

Meine Mädels sind die Größten , – unabhängig von der Körpergröße!

 

 

von Sarah (Jgst. 9)

15. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Sehnsucht nach Menschen, nach dem einen Menschen?

Kann man Sehnsucht nach der Sehnsucht haben? Sehnsucht nach Vermissen? Spüren, ob es noch da ist, das Gefühl. Ob man noch vermissen kann, ob man es noch braucht. Man braucht die Sehnsucht manchmal für Entscheidungen. Manchmal braucht man das Gefühl etwas zu vermissen, jemanden zu missen. Kann ich noch ohne? Noch ohne, oder ist es zur Gewohnheit geworden? Man braucht das Gefühl von Sehnsucht, in der Hoffnung, dass die Zeit des Vermissens nicht zum Versäumnis wird und man sich auf etwas freuen kann. Wenn man etwas vermisst, erscheint die Welt meist grau, trostlos und es braucht viel, um sich abzulenken. Doch wenn die Zeit der Sehnsucht vorbei ist, ist dann nicht alles schöner, erstrahlt heller als vorher? Die Sehnsucht ist ein Gefühl, das immer da ist, immer gegenwärtig. Nur ein bestimmtes Lied, ein altes Foto, ein Film. Eine Erinnerung an alte Zeiten, an das eine Gefühl in diesem Moment. Und die Sehnsucht ist da, das Vermissen. Auch wenn man weiß, dass die Zeit vorbei ist, dass die Menschen nicht mehr die gleichen sind. Manchmal ist man froh darüber, man weiß, dass es richtig war, dass es gut so ist, wie es ist. Doch was wäre, wenn man nichts vermissen würde, das wäre doch nicht richtig, oder? Denn Sehnsucht bedeutet nichts Schlechtes, die Erinnerung an tolle Momente, unglaubliche Augenblicke. Wie kann das etwas Schlechtes bedeuten? Wenn man überlegt, handeln die schönsten Lieder nicht auch meistens vom Vermissen? Von der Freude etwas wieder zu finden, jemanden wieder in die Arme schließen zu können? Für mich ist die größte Sehnsucht die Sehnsucht nach alten Zeiten, die Zeit vor einer falschen Entscheidung. Wer wollte nicht schon einmal die Zeit zurück drehen? Hat sich nicht schon einmal den Kopf darüber zerbrochen, ob es richtig war, was man getan hat. Manchmal muss man ein Risiko eingehen, um das Richtige zu tun. Was geschehen ist, ist geschehen und man sollte lieber über die Zukunft nach denken, als über die Vergangenheit. Die Sehnsucht für einen Augenblick verdrängen, sie nicht ignorieren, aber für einen Augenblick verbannen. Das Richtige tun.

Man kann Sehnsucht nach der Ferne haben, nach Einsamkeit, Ruhe.

Man kann Sehnsucht nach Gelassenheit, Entspanntheit, Freiheit haben. Loslassen zu können.

Sehnsucht nach Freundschaft, nach Liebe, nach Vertrautheit. Das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, das Gefühl, alles loslassen zu können, nur für einen Augenblick.

Sich zu finden und ganz sich selbst zu sein.

Sehnsucht nach Schönheit und Beliebtheit. Immer für alle in Erinnerung bleiben, einen Eindruck hinterlassen.

Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Verständnis haben. Wer kennt mich eigentlich wirklich? Wer versteht mich?

Doch manchmal hat man das Verlangen nach Unsichtbarkeit und in Ruhe gelassen zu werden, Einsamkeit.

Jeder soll einem aus dem Weg gehen. Sich nicht um einen sorgen. Am besten möchte man gar nichts fühlen können.

 

 

 

Manchmal hat man Sehnsucht nach Glück. Glücklichkeit, Zufriedenheit, am besten für immer. Das eine Gefühl, der Moment in dem tausende von Endorphinen durch einen hindurch schwärmen. Der eine Moment, in dem alles gut ist. Die Welt kann sich ruhig weiter drehen, so lange es bleibt wie es ist.

Aber all diese Gefühle, haben die nicht alle etwas mit anderen Menschen zu tun?

von Selina (9a)

14. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Ich habe dich sooo lieb

 Lebkuchenherz vom Oktoberfest

                  Die Sehnsucht Gottes ist der Mensch!!

                  Ich, Gott?

                                                Ja, du.

                  Oh!!!

                  Dann rede Gott, ich höre.

                                               Ich habe dich sooo lieb!

                                                                                                                                                                                                        Cornelia

13. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Was ist Sehnsucht?

Alle Jahre wieder, wenn sich die Schaufenster der Geschäfte mit Weihnachtsutensilien füllen, Strohsterne an die Fenster der Haushalte geklebt werden und der süße Duft von frisch gebackenen Plätzchen durch die Straßen zieht und sogar die beschäftigsten Topmanager daran erinnert, dass der 24. Dezember vor der Tür steht, kommen die allgemein bekannten Lieder und Texte wieder hervor. Kinder stehen singend auf Weihnachtsmärkten und sammeln für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns. Von Barmherzigkeit ist da die Rede, der Grundsatz unseres christlichen Glaubens. Und dann ist auch immer wieder die Rede von „Sehnsucht“.

Aber was hat Sehnsucht mit Weihnachten zu tun? Und was ist Sehnsucht überhaupt?

Stellen wir Wikipedia, unser aller Freund und Helfer, diese Frage, erhalten wir folgende Antwort:

 

Sehnsucht (mhd. „sensuht“, als „krankheit des schmerzlichen verlangens“) ist ein inniges Verlangen nach einer Person oder Sache, die man liebt oder begehrt. Sie ist mit dem schmerzhaften Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.“

(Quelle: Wikipedia)

 

Man könnte also auch anstatt „ich habe Sehnsucht nach jemandem  /etwas“ sagen „ich vermisse jemanden/etwas“ oder „mir fehlt jemand /etwas“.

Warum ist das Gefühl des Verlangens nun aber mit einem Schmerzgefühl verbunden?

Wir müssen klarstellen, dass Sehnsucht an sich kein schlechtes, sondern ein lebensnotwendiges Gefühl ist.

Sehnsucht ist ein Trieb zur Erfüllung unserer Grundbedürfnisse, genau wie Hunger oder Durst. Diese Bedürfnisse sichern unsere Existenz. Daher ist Sehnsucht, genau wie starker Hunger mit einem Schmerzgefühl verbunden.

Es gibt jedoch einen Unterschied: Sehnsucht basiert nicht auf physischen, sondern auf psychischen Bedürfnissen.

Ein psychisches Bedürfnis ist beispielsweise das Bedürfnis nach Liebe.

Mit Liebe ist hierbei nicht (nur) Liebe auf sexueller Basis gemeint, sondern Liebe, die wir zu unseren Freunden und Familienangehörigen verspüren. Ohne diese Liebe, die wir durch Zuwendung und Körperkontakt empfangen, würden wir vereinsamen und sterben. Sehnsucht ist also der Hunger nach zwischenmenschlichen Kontakten.

Sehnsucht deckt aber auch andere Bereiche ab. Man kann beispielsweise auch Sehnsucht nach einem Hobby wie Sport, Musik oder Kunst haben, das einen Ausgleich zum stressigen Alltag darstellt.

Sehnsucht muss nicht immer ein Gefühl sein, das als schlecht empfunden wird.

Einerseits kann Sehnsucht durchaus mit Vorfreude einhergehen.

Dieser Fall tritt ein, wenn eine absehbare Zeit zur Erfüllung der Sehnsucht übrig ist. Auf dem Heimflug von einem halbjährigen Auslandsaufenthalt wird man nicht zehn Stunden in seinem Sitz vor sich hinvegetieren, sondern aufgeregt die Ankunft am Flughafen und das Wiedersehen seiner Mitmenschen erwarten.

Andererseits kann sich das Gefühl der Sehnsucht sehr angenehm anfühlen, wenn man es lange nicht (in einem bestimmten Zusammenhang) verspürt hat. Es kann

eine erfüllende Bestätigung dafür sein, dass Liebe echt ist, wenn man aufgrund einer Pause in der Beziehung keinen Kontakt zu seinem Partner hat.

Die Fähigkeit Sehnsucht zu empfinden kann ein Beweis für uns sein, dass wir menschlich sind.

 

Was hat aber nun Sehnsucht mit Weihnachten zu tun?

Natürlich freuen wir uns jeden Morgen, wenn wir ein Türchen unseres Weihnachtskalenders öffnen und der Tag der Bescherung ein wenig näher rückt. Aber um wirklich zu verstehen, was Weihnachten mit Sehnsucht zu tun hat, müssen wir uns 2 000 Jahre in die Zeit Jesu zurückversetzen.

Damals hatten die Römer ihr Reich bis zum heutigen Israel ausgebreitet und dort die Herrschaft übernommen. Die Juden fürchteten, dass ihre Religion dadurch gefährdet würde. Es waren unruhige Zeiten, in denen sich viele religiöse Gruppen bildeten, die unterschiedliche Einstellungen hatten und mehr oder weniger radikal waren. Die Menschen sehnten sich nach Ruhe und Frieden. In der Weihnachtszeit erinnern wir uns an diese sorgenvolle Zeit zurück und feiern am 24. Dezember die Geburt unseres Retters, der den Menschen neue Hoffnung gab.

 

von Mirka (Jgst. 12)

12. Dezember 2010 / sehnsucht2010

Solange du da bist

„Mein großer Arthur,

Wenn Du diesen Brief liest, wirst Du tief in Dir furchtbar böse auf mich sein, weil ich Dir solch einen üblen Streich gespielt habe. Arthur, mein Herz, dies hier ist mein letzter Brief, und er ist zugleich das Vermächtnis meiner Liebe.

Getragen von all der Freude, die Du mir gegeben hast, schwebt meine Seele leicht davon. Das Leben ist wunderbar, Arthur, das merkt man erst, wenn es sich fort schleicht, doch man muss es jeden Tag in vollen Zügen genießen.

In manchen Momenten lässt es uns an allem zweifeln, gib Dich aber nie geschlagen, mein Herz. Von dem Tag an, an dem Du geboren wurdest, habe ich in Deinen Augen dieses Licht gesehen, das Dich von anderen kleinen Jungen unterscheidet. Ich habe Dich hinfallen und mit zusammengebissenen Zähnen wieder aufstehen sehen, wo jedes andere Kind geweint hätte. Dieser Mut ist Deine Stärke, aber auch Deine Schwäche. Denke immer daran, Gefühle sind dazu da, geteilt zu werden, Kraft und Mut sind wie zwei Stöcke, die sich gegen den wenden können, der sie nicht richtig gebraucht. Auch Männer dürfen weinen, Arthur.

Von nun an werde ich nicht mehr da sein, um Dir Deine Fragen zu beantworten, jetzt ist der Moment für Dich gekommen, ein großer Mann zu werden.

Verliere auf der langen Reise, die Dich erwartet, niemals deine Kinderseele, vergiss nie Deine Träume. Sie sind es, die Dein Leben bewegen werden, sie werden der Geschmack und der Duft eines jeden Morgens sein.

Bald wirst Du eine andere Form der Liebe kennenlernen, als die, die Du für mich empfindest. Teile sie mit der Frau, die Dich lieben wird; die Träume, die man gemeinsam erlebt, werden zu den schönsten Erinnerungen. Die Einsamkeit aber ist ein Garten, in dem die Seele verdorrt, und die Blumen, die dort wachsen, duften nicht. Die Liebe ist köstlich, denke immer daran, dass man geben muss, um zu empfangen; denke daran, dass man eins mit sich sein muss, um lieben zu können.

Hör auf deine innere Stimme, mein Junge, sei Deinem Gewissen und Deinen Gefühlen treu, lebe Dein Leben, du hast nur eines. Von nun an bist Du für dich selbst verantwortlich und für die Menschen, die Du lieben wirst. Sei aufrichtig, liebe, und bewahre Dir diesen Blick, der uns verband, wenn wir zusammen die Morgendämmerung erlebten.

Erinnere Dich an die Stunden, die wir gemeinsam damit zugebracht haben, die Rosen zu schneiden, den Mond zu betrachten, uns die Düfte der Blumen einzuprägen, den Geräuschen des Hauses zu lauschen, um sie zu verstehen. Das sind sicher einfache, manchmal altmodische Dinge, aber lass nicht zu, dass verbitterte oder hochmütige Menschen dem, der sie zu genießen versteht, diese magischen Augenblicke vergällen. Es gibt einen Namen für solche Momente, Arthur: „Erstaunen“, und es liegt nur an Dir, ob du Dir die Fähigkeit dazu Dein Leben lang erhalten wirst. Das ist der größte Reiz an der langen Reise, die Dich erwartet.

Mein kleiner Mann, ich verlasse Dich jetzt, halte fest an dieser wunderschönen Welt. Ich liebe Dich, mein Schatz, Du warst mein Grund zu leben. Ich weiß auch, wie sehr Du mich liebst, und ich scheide ruhigen Herzens. Ich bin stolz auf Dich.

Deine Mama“

 

 

von Anna-Lena (Jgst. 11) und Kathi (Jgst. 11)